Raik Knorscheidt - Regisseur - Autor

"In alter Frische"

von Stefan Vögel.

Im TiC-Theater Wuppertal. Die Premiere fand am 01. April 2016 statt.




Wir werden älter. Und zwar nicht nur ein jeder von uns jeden Tag, sondern auch unsere Bevölkerung insgesamt. Damit rückt das Thema „Älter werden“ immer mehr in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion, Alt und jung treffen immer öfter und intensiver aufeinander, unterschiedliche Auffassungen und Lebensentwürfe prallen aufeinander. Das ist der Stoff aus dem der österreichische Autor Stefan Vögel komödiantische Funken schlägt und in einer ausgewogenen Melange zwischen Ponte und Situationskomik ebenso Ernsthaftigkeit und Lebensklugheit durchscheinen lässt.

Einst war Ritter Ludwig Bernhard Freiherr von Schwitters-Elblingen Schlossbesitzer und Direktor einer Eliteschule in der Schweiz. Heute lebt er in der Altersresidenz „Freudenau“. Für etwas Abwechslung im üblichen Alltag sorgt dort das allwöchentliche Trivial Pursuit-Spiel mit seinen Heim-Mitbewohnern Elisabeth, Norbert und Franz Josef. Trotz ständiger kleiner Streitigkeiten und Auseinandersetzungen verbindet die vier eine tiefe Freundschaft und so kommt es, dass sie sich dennoch jeden Sonntag wieder zur nächsten Partie einfinden.

Als besonderen Luxus lässt sich Ludwig an diesen Sonntagen aus dem nahegelegenen Gasthof das Mittagessen bringen. Lichtblick sind dabei die Unterhaltungen mit dem Lieferjungen Jürgen, den Ludwig bei seinem Medizinstudium mit Rat und Wissen unterstützt. Als ersterer eines Sonntags nicht mehr erscheint, sondern an seiner Stelle die junge, etwas verwahrloste Paula mit dem Essen vor der Tür steht, ist Ludwig alles andere als erfreut. Doch für ein paar private Botengänge ist er auf die Hilfe der jungen Frau angewiesen. Und auch Paula lässt sich von der unfreundlichen, harschen Art des älteren Herren nicht abschrecken, denn sie hat ebenfalls ein Anliegen …

Mit starken Pointen und leisen Zwischentö­nen stellt Stefan Vögels Generationenkomödie auf humor­volle Art und Weise das Aufeinandertreffen zweier Lebensentwürfe dar und räumt dabei spielerisch mit einge­fahrenen Vorurteilen auf. Gute Unterhaltung mit Mehrwert.

Regie - Raik Knorscheidt
Bühne - Jan Bauerdick
Kostüme - Mariola Koschinski
Regieassistenz - Alexander Bangen, Leonie Stäblein

Bessetzung:

Ludwig von Schwitters - Joachim Rettig
Paula Pfitzner - Giuliana Dziwas
Franz Josef Lojewski - Torsten Kress
Norbert Klinke - Wolfgang Sprotte
Elisabeth Kerr - Anita Zlotos
Schwester Isolde - Monika Owart




Presse:


Erotik ohne Peinlichkeit. Das hat Stil. Konditionell zeigen sich alle Darsteller in Form, die Rock- und Rap-Choreographien belegen es.

                                                  Frank Becker in den "Musenblättern"



Mit diesen schauspielerischen Leistungen konnte sich die ausverkaufte Premiere sehen lassen. "Super!" heißt es mehrmals aus dem Publikum.

                                                                Daniel Diekhans in der WZ